Wussten Sie, dass...
...in der Gemeinde Friesenried eine der ältesten funktionstüchtigen Kirchturmuhren steht. Die Uhr stammt aus dem Jahre 1698 und war zu damaliger Zeit für eine kleine Gemeinde eine Besonderheit, da öffentliche Uhren im 17. Jh. hauptsächlich in Städten und Märkten verbreitet waren. Die Kirchturmuhr funktionierte bis Anf. der 80er Jahre zuverlässig und ist jetzt mit einer ausführlichen Beschreibung in der Raiffeisenbank Friesenried zu besichtigen.
Geschichte
Friesenried
| 1800-1200 v. Chr. | Befestigte Höhensiedlung der beginnenden Bronzezeit auf der Schwarzenburg bei Blöchtach nachgewiesen. Nach Weitnauer (Allgäuer Chronik) älteste bisher bekannte Siedlung im Allgäu |
| Ca. 213, 259 n. Chr. | Reste eines römischen Gutshofes bei Blöcktach entdeckt (villa rustica - komfortables Landhaus); Verlauf der Römerstraße Augsburg - Kempten über Blöcktach-Haid |
| 1102-1145 | Friesenried entsteht als Rodungssiedlung Fridrichesriet |
| um 1300 | Grundherrschaft über Blöcktach (von mittelhochdeutsch Blackten = Sauerampfer und ach = Bach) teilen sich Inhaber der Feste Kemnat und Ritter von Schwarzenburg |
| 1460 | Blöcktach Haus Nr. 11 ehemalige Mühle als Burgmühle der Herren von Schwarzenburg erstmals erwähnt (in der Stufe Ofenplatte mit österreichischem Doppeladler und der Jahreszahl 1739) |
| 1524 | Spruchbrief: Fürstliches Stift Kempten hat hochgerichtliche und forstliche Obrigkeit in Friesenried; Kemnat (Georg von Benzenau) die Niedergerichtsbarkeit und Steuerhoheit mit Ausnahme für die Zinser und Eigenleute des Fürststifts Kempten. |
| 1.3.1525 | Versammlung aufständischer Bauern der Klosterherrschaft Irlsee in Friesenried (2.4. Ottobeuren geplündert; 3.4. Kempten geplündert; 5./6.5. Irlsee geplündert; 15.5. Irlsee angezündet) |
| 1545 | Registerarchiv Kislegg: Größter Teil von Friesenried noch bei Herrschaft Kemnat (Ritter von Kemnat als Rechtsnachfolger der erloschenen Linie der Markgrafen von Ursin-Ronsberg (ca. 1010-1212) |
| 15.11.1551 | Stift Kempten erwirbt mit Herrschaft Kemnat von Simprecht von Benzenau Burg Kemnat, Gemeinden Kemnat, Friesenried und Blöcktach um 40 000 Gulden |
| 1632 - 1647 | Plünderungen durch schwedische Soldaten (dreimal); 55 Familien durch Pest ausgerottet |
| 1662 | Kloster Irlsee tritt Besitz in Friesenried, Blöcktach und Salenwang gegen Verzicht auf Kemptische Vogtrechte über Irlseer Klostergüter an Stift Kempten ab |
| 1699 | Stift Kempten kauft auch noch Besitz Ottobeurens in Blöcktach |
| 1783/84 | Vereinödung lässt Einöden Allersberg, Brandeln, Mehlbauer, Haid, Haslach, Steig und Weite entstehen. |
| 1551-1803 | Friesenried, Blöcktach und Salenwang gehören zum Pflegamt Kemnat als Unterverwaltungseinheit des Stiftes Kempten; Friesenried, Blöcktach, Kemnat und Apfeltrang wurden über 250 Jahre stets als Verwaltungseinheit gesehen. |
| 1803 | Säkularisation zum Kurfürstentum Bayern |
| 1809 | 1. Statistik Friesenried: 63 Wohnhäuser mit 369 Einwohnern |
| 1810-1840 | Durch Gebietsreformen werden Friesenried und Blöcktach zwangsvereinigt wegen gemeinsamer Wurzeln (Verwaltung durch Pflegamt Kemnat bis 1803; zeitgleiche Veräußerungen an Stift Kempten legen nahe, dass dieser Bereich nicht nur geographisch, sondern auch politisch als zusammenhängend betrachtet wurde). |
| 1819 | erbaut Handfest die "Säg" - Gips-, Mel- und Ölproduktion sind in Blöcktach möglich. |
| 1901 | Neubau der Bundesstraße (B12) unterhalb der "Alten Steige" in Friesenried |
| 1978 | Blöcktach wird nach Friesenried eingemeindet Friesenried wird Mitgliedsgemeinde der Verwaltungsgemeinschaft Eggenthal |






